0
Es sind derzeit keine Artikel in Ihrem Warenkorb

0

Lieferung versandkostenfrei in Deutschland ab € 100,00 netto ● Kostenlose Bestellhotline 0800 0 777 555

Das Ophthalmoskop

ist ein medizinisches Gerät, welches zur atraumatischen Untersuchung des Augenhintergrundes verwendet wird. Es wird auch Augenspiegel genannt. Die dazugehörige Untersuchung heißt Ophthalmoskopie.

Etymologie

Der Name leitet sich von den Griechischen Wörtern ὀφθαλμοσ (Auge) und σκοπειν (sehen, schauen) ab, was zusammengesetzt "Das Auge betrachten" ergibt.

Ursprung

Erfunden wurde das Ophthalmoskop im Jahr 1847 vom Brite C. Babbage. Unabhängig davon hat 1850 Hermann von Helmholtz in Berlin das gleiche Gerät erfunden. Im Gegensatz zu einem Endoskop ermöglicht das Ophthalmoskop einen Blick in das Innere eines Organs ohne in selbiges einzudringen.

Aufbau& Anwendung

Ein Ophthalmoskop besteht aus einer Lichtquelle, die einen Hohlspiegel beleuchtet, über den das Licht in das Auge des Patienten gelangt. Der Hohlspiegel verfügt über eine zentrale Öffnung, die es dem Untersuchenden erlaubt, durch die Pupille in das Auge des Patienten zu blicken. Üblicherweise ist eine Sammellinse vor dem Hohlspiegel. In Kombination mit der Linse des Auges ergibt sich damit außerhalb des Auges im Brennpunkt der Sammellinse ein reelles (auf dem Kopf stehendes) stark vergrößertes Abbild des Augenhintergrundes. Hier kann der Arzt sehr gut Details untersuchen.

Die beschriebene Anwendung wir direkt Ophthalmoskopie genannt. In Abgrenzung dazu existiert die indirekte Ophthalmoskopie. Hierbei leuchtet der Untersuchende mit einer Lampe in das Auge des Patienten und schaut selber durch eine Lupe in das Auge. Das Bild vom Augenhintergrund, das er nun sehen kann, ist weniger stark vergrößert, bietet aber einen besseren Überblick. Allerdings ist das Bild das der Arzt sieht seitenverkehrt.

Um eine Weitstellung der Puppillen zu erreichen, werden dem Patienten bei beiden Verfahren spezielle Augentropfen verabreicht. Diese Tropfen verhindern, dass sich die Pupille bei einfallendem Licht schließt. So ist es dem Arzt möglich, ein Bild des Augenhintergrundes und mögliche Veränderungen sehen zu können.